Belegreife

Die Belegreife gibt an, ab wann ein Bodenbelag auf den Estrich verlegt werden kann. Estriche (Nassmörtel) müssen austrocknen, bevor ein Belag verlegt werden kann. Sonst kann es zu Folgeschäden wie Ablösungen kommen. Die Belegreife eines Estrichs tritt dann ein, wenn er mindestens seine Nennfestigkeit erreicht hat und auf die Gleichgewichtsfeuchte ausgetrocknet ist. Die Gleichgewichtsfeuchte ist der Zustand, bei dem der Wassergehalt des Baustoffes im Gleichgewicht mit der Umgebungsluft ist. Die relative Luftfeuchtigkeit in der Umgebung und Temperaturschwankungen beeinflussen die Gleichgewichtsfeuchtigkeit. Neben der Umgebung beeinflusst auch die Dicke des Estrichs den Trocknungsprozess. Maßgeblich für die Belegreife ist der Restfeuchtegehalt des Estrichs. Dies wird auch Gleichgewichtsfechte, Ausgleichsfeuchte oder auch Haushaltsfeuchte genannt. Es gibt verschiedene Verfahren, wie die Restfeuchte ermittelt werden kann. Wichtig: Lassen Sie die Belegreife immer von einem Fachmann ermitteln, um schwere Folgeschäden zu vermeiden.