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Abdichtungen – Wasserundurchlässige Beläge für Ihre Fliesen

 

Fliesenbeläge sind in vielen Bereichen Wasser ausgesetzt. Keramische Fliesen sind zwar grundsätzlich wasserdicht. Allerdings gibt es in Nassräumen, wie Bädern, die Anforderung, zusätzliche Abdichtungen anzubringen. Informieren Sie sich bei Fliesen-Kemmler darüber, in welchen Fällen dies notwendig ist und welche Möglichkeiten für die Abdichtung bestehen.

 

Wann sind sie erforderlich?

 

Die Fliesen selbst sind wasserdicht und schützen daher den Untergrund vor Feuchtigkeit. Dies gilt jedoch nicht für die Fugen. Wenn diese aus einem mineralischen Material bestehen, kann das Wasser problemlos eindringen. Das führt dazu, dass die Feuchtigkeit Schäden am Boden oder an den Wänden verursacht. Selbst wenn Sie für die Fugen wasserdichte Stoffe, beispielsweise Silikon, verwenden, dient dies nicht als Abdichtung. Denn an den Flanken zwischen der Fliese und der Dichtungsmasse entstehen selbst bei einer sehr sorgfältigen Verarbeitung immer wieder Hohlräume, die das Eindringen von Wasser ermöglichen.

Um Schäden durch Feuchtigkeit an der Bausubstanz zu verhindern, ist es bei allen Fliesenbelägen, die regelmäßig mit Wasser in Kontakt kommen, notwendig, eine Abdichtung anzubringen. Das ist insbesondere im Badezimmer im Bereich der Dusche oder der Badewanne der Fall. Hier spritzt das Wasser immer wieder an die Wände oder die beflieste Dusche und kann so in den Untergrund eindringen. Bei Fliesenbelägen auf dem Balkon oder Terrasse ist ebenfalls sinnvoll, eine Abdichtung anzubringen. Sonst kann das Regenwasser in das Gemäuer eindringen. Besonders wichtig ist dies auch in Schwimmbädern. Hier wirkt das Wasser nicht nur dauerhaft ein, sondern auch mit hohem Druck. In weniger beanspruchten Bereichen sind Abdichtungen zwar nicht unbedingt erforderlich, aber dennoch empfehlenswert.

In einigen Bereichen sind Abdichtungen sogar vorgeschrieben. Insbesondere beim Bau von Schwimmbecken oder bei der Gestaltung der Dusche sind daher die geltenden Vorschriften zu beachten.

 

Wassereinwirkungsklassen

Seit Juli 2017 ist die Neuordnung des nationalen Normenwerks zur Abdichtung von Bauwerken DIN 18195, DIN 18531 - DIN 18535 zum größten Teils abgeschlossen. Die DIN 18534 teilt die Beanspruchungsklassen A0, A, C nach dem ZDB-Merkblatt in die Wassereinwirkungsklassen W1-I, W2-I und W3-I ein. Zusätzlich gibt es noch die Klasse W0-I. Im folgenden wird nun kurz auf jede Wassereinwirkungsklasse der neuen Norm eingegangen.

 

W0-I (gering): Bei der Wassereinwirkungsklasse W0-I liegt eine geringe Wassereinwirkung zum Beispiel eine Fläche mit nicht häufiger Einwirkung aus Spritzwasser vor. Diese Flächen sind beispielsweise Wandflächen in Bädern außerhalb des Duschbereichs und häuslichen Küchen, oder Bodenflächen im häuslichen Bereich ohne Ablauf in Küchen, Hauswirtschaftsräumen oder Gäste WCs. Als Abdichtungsstoff eignet sich Polymerdispersion, Kunstoff-Mörtel Kombinationen, Reaktionsharz und Dichtbahnen.

 

W1-I (mäßig): Dazu zählen Flächen mit häufiger Einwirkung aus Spritzwasser oder nicht häufiger Einwirkung aus Brauchwasser, ohne anstauendes Wasser. Dies liegt zum Beispiel bei Wandflächen über Badewannen und in Duschen vor. Auch Bodenflächen im häuslichen Bereich mit Ablauf oder in Bädern ohne bzw. mit Ablauf ohne hohe Wassereinwirkung aus dem Duschbereich. Hierfür eignet sich als Abdichtungsstoff ebenfalls Polymerdispersion, Kunstoff-Mörtel Kombination, Reaktionsharz und Dichtbahnen.

 

W2-I (hoch): Diese Wassereinwirkungsklasse beinhaltet alle Flächen mit häufiger Einwirkung aus Spritzwasser und/oder Brauchwasser, vor allem auf dem Boden zeitweise mit anstauendem Wasser. Dies sind zum Beispiel Wandflächen von Duschen in Sport-/Gewerbestätten, Bodenflächen mit Abläufen/Rinnen oder mit bodengleichen Duschen. Auch hierfür eignet sich Polymerdispersion für die Wandfllächen, Kunststoff-Mörtel Kombination, Reaktionsharz sowie Abdichtungsbahnen.

 

W3-I (sehr hoch): Diese Klasse ist für Flächen mit sehr häufiger oder lang anhaltender Einwirkung aus Spritz- bzw. Brauchwasser oder Wasser aus intensiven Reinigungsverfahren mit anstauendem Wasser. Das trifft zum Beispiel auf Flächen im Bereich von Umgängen von Schwimmbecken, Duschen bzw. Duschanlagen in Sport-/Gewerbestätten sowie Flächen in Gewerbestätten zu. Als Abdichtungsstoff eignen sich Kunstoff-Mörtel Kombination, Reaktionsharz oder Dichtbahn mit ETA + Hestellerempfehlung.

 

Abdichtungen durch Dichtschlämme

 

Eine Möglichkeit, um den Untergrund der Fliesen abzudichten, besteht darin, Dichtschlämme zu verwenden. Diese sind in der Regel in Form eines Pulvers erhältlich, das Sie mit Wasser anmischen müssen. Die Zusammensetzung kann dabei je nach Hersteller variieren. Häufig handelt es sich um ein Gemisch aus Zement und wasserdichten Kunststoffen. Einige Dichtstoffe verwenden hingegen ausschließlich Kunststoffe ohne die Zugabe von Zement. Darüber hinaus ist es möglich, Kunstharzprodukte zu nutzen. Diese sind ausgesprochen resistent gegenüber Chemikalien. Daher kommen sie vorwiegend in Bereichen zum Einsatz, in denen in dieser Hinsicht eine hohe Beanspruchung besteht, beispielsweise in Schwimmbädern oder in Industriebetrieben.

Um Dichtschlämme aufzutragen, wird vorrangig eine Zahnkellspachtel oder eine Glättekelle verwendet. Das Material ist recht flüssig, sodass es sich leicht anbringen lässt. Außerdem ist es recht einfach, eine ebene Oberfläche zu erzeugen. Es ist notwendig, mehrere Schichten des Belags aufzutragen, um eine gute Abdichtung zu erzielen. Ein Vorteil Dichtschlämmen besteht darin, dass sie sich jedem Untergrund problemlos anpassen. Sie können daher selbst unregelmäßige Flächen problemlos damit abdichten.

 

Dichtbahnen, Dichtbänder, Manschetten und Eckstücke

 

Neben Dichtschlämmen gibt es noch einige weitere Produkte, die sich für Abdichtungen eignen. Dabei handelt es sich um dünne Bahnen, die in der Regel aus einem robusten und wasserdichten Kunststoff bestehen. Diese können je nach Verwendungszweck ganz unterschiedliche Formen annehmen.

Dichtbänder kommen beispielsweise zum Einsatz, um den Übergang zwischen dem Boden und der Wand bzw. einzelner Bauteile abzudichten. Da dieser Bereich besonders sensibel ist, reichen die einfachen Abdichtungen mit Dichtschlämmen hierbei nicht aus. Das Dichtband sorgt für Schutz im Stoßbereich, allerdings ist es schwierig, die Ecken abzudichten. Es stellt eine große Herausforderung dar, die Bänder in diesen Bereichen passend zuzuschneiden und fest miteinander zu verbinden. Daher kommt es häufig zu undichten Stellen. Um dies zu vermeiden, sind spezielle Eckstücke erhältlich. Diese sind bereits entsprechend vorgeformt und sorgen daher auch in den Ecken für eine hervorragende Abdichtung. Außerdem sind spezielle Rohrmanschetten verfügbar, um die Bereiche abzudichten, an denen Rohre durch die Wand geführt werden.

Eine Alternative zu Dichtschlämmen stellen spezielle Dichtungsbahnen dar. Diese sind bahnenförmige Abdichtungsstoffe. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr schnell verlegt sind und dass es sofort möglich ist, den Fliesenbelag anzubringen. Das Anbringen der Dichtungsbahn kann mit Tapezieren verglichen werden. 

 

Hochwertige Produkte zur Abdichtung bei Fliesen-Kemmler kaufen

 

Abdichtungen sind sehr wichtig, um das Eindringen von Feuchtigkeit in den Untergrund zu verhindern. Dadurch vermeiden Sie nicht nur eine Schädigung der Bausubstanz, mit Abdichtungen verhindern Sie auch Flecken durch Feuchtigkeit und Schimmelbildung. Fliesen-Kemmler hält viele verschiedene Produkte für Sie bereit, mit denen Sie den Untergrund des Fliesenbelags abdichten können. Dabei gibt es auch einige Sets, die alle notwendigen Baustoffe enthalten, um einen kompletten Feuchtraum vollständig abzudichten. Erwerben Sie Artikel für die Abdichtung bei Fliesen-Kemmler und vermeiden Sie auf diese Weise Schäden durch Feuchtigkeit!

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin, wenn Sie sich gerne vor Ort ausgiebig beraten lassen möchten. Dann steht dem Abdichten der Fliesen nichts mehr im Wege.