Frostsicherheit

Eine Fliese gilt als frostsicher, wenn sie 50 mal einen Wechsel von Frost und Tau übersteht, ohne dabei Schäden davon zu tragen. Dabei sind es nicht die Temperaturen, die der Fliese schaden. Das Wasser, welches in die Poren und kleinen Hohlräumen der Fliese eindringt, dehnt sich bei Frost aus. Dadurch erzeugt das gefrorene Wasser neue Risse in der Fliese. Hierin kann dann wieder erneut Wasser eindringen und es entstehen weitere, größere Risse bis die Fliese springt. Diese Wasseraufnahme ist bei den einzelnen Fliesen unterschiedlich. Sie wird auch Wasseraufnahmekapazität (WAK) genannt. Um die Wasseraufnahmekapazität so gering wie möglich zu halten, muss die Fliese sehr dicht sein. Dies kann durch eine sehr dichte Sinterung beim Brennvorgang erreicht werden. Dies ist zum Beispiel bei Feinsteinzeug und Steinzeug der Fall. Eine andere Möglichkeit ist die Fliese zu glasieren, was ebenfalls die Poren verschließt und Wasser daran hindert einzudringen.