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Ritzhärte

Die Ritzhärte, auch Mohshärte genannt, ist ein Härtegrad und gibt Auskunft darüber, welchen Widerstand ein Material gegen einen scharfkantigen Gegenstand bietet. Das Verfahren wurde ursprünglich von Friedrich Mohs entwickelt und hat seit über 200 Jahren Bestand. Die Ritzhärte hat insgesamt zehn Abstufungen, die in einer Mohs-Härteskala gelistet sind. Die Skala beginnt mit dem weichsten Referenzmaterial Talk und endet mit dem härtesten Material, dem Diamant. Alle anderen Härtestufen liegen zwischen diesen beiden Extremwerten. Die Stufen eins bis drei bezeichnen weiche Werkstoffe, drei bis sechs mittelharte Werkstoffe und die Stufen über sechs harte Werkstoffe.Zur Härteprüfung wird ein scharfkantiges Ritzmineral eines bekannten Härtegrads über die Oberfläche des zu prüfenden Materials gezogen. Entsteht eine nicht abwischbare Ritzspur, ist das zu prüfende Material weicher als das Prüfwerkzeug. Lassen sich keine Ritzspuren erkennen, ist das Material härter. Diese Prüfung wird mit verschiedenen Ritzmaterialien so lange durchgeführt, bis sich der Prüfling eindeutig einem Härtegrad der Mohs-Skala zuordnen lässt.