Ispra

Bei Natursteinen aus den Regionen des Lago Maggiore, wie Ispra oder Candoglia, handelt es sich um Granit und Marmor, der größtenteils unterirdisch abgebaut wird. Die Steinbrüche liegen in einer Tiefe von 80 bis 250 Metern und beinhalten rötliche und weiße Granite. Die rosa bis rötliche Färbung wird durch Eisenoxide hervorgerufen. Das Material wird großflächig mit Gattersägen abgebaut und schon unterirdisch auf das gewünschte Maß abgelängt. Die großen Sägen haben Schwerter mit einer Länge von mehr als fünf Metern. Danach werden die großen Platten bei den meist ortsansässigen Steinmetzen zu Wand- und Bodenbelägen oder zu Skulpturen und Statuen verarbeitet. Aufgrund der großen Beliebtheit sind auch Industriebetriebe ansässig. Aus den Steinbrüchen rund um den Lago Maggiore wurden schon im 16. Jahrhundert mehr als 400.000 Kubikmeter Naturstein abgebaut und verarbeitet. Die damaligen Steinbruchbesitzer hatten eine unbefristete Abbaugenehmigung. Steine aus den Steinbrüchen von Ispra und Candoglia am Lago Maggiore sind sehr beliebt und wurden schon für den Dom in Mailand verwendet